Am 12. September 2026 öffnete das Kaiser-Karls-Gymnasium für den Tag des offenen Denkmals® (bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz) seine Türen. Bei einer Führung konnten rund 40 interessierte Besucherinnen und Besucher mehr über die Geschichte der Schule und insbesondere über das ehemalige Augustinerkloster erfahren, das sich früher auf dem heutigen Schulgelände befand.

An der Gestaltung und Durchführung der Führung waren Johannes Maximilian Nießen, die engagierten Schülerinnen und Schüler Kiran Felix Moza, Rayhana Yousfi, Yara Issa, Minea Lana Bogunovci und Oleksandr Soshnikov sowie der ehemalige Schulleiter Jürgen Bertram und der ehemalige Schüler und Vorsitzende der Vereinigung der Ehemaligen, Marco Sievert, beteiligt.

Die Führung begann auf dem Quadrum, dem heutigen Schulhof, mit einer Einführung in die Geschichte des ehemaligen Augustinerklosters und dessen Kreuzgangs. Danach ging es zu den erhaltenen Grabplatten der Augustiner direkt neben der Aula. Anhand dieser Grabplatten wurde die Geschichte einzelner Ordensmitglieder greifbarer. Zunächst stellte Maximilian Nießen die erste Grabplatte von Prof. Nicolaus Girken vor und gab den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in seine Geschichte. Kiran präsentierte darauf die Biografie der Gebrüder von Rohe.


Danach führte der Weg in die Aula Carolina, wo Minea und Oleksandr eine weitere Grabplatte vorstellten. Im Mittelpunkt stand dabei Fulgentius Heuschen. Neben der Inschriften auf den Gräbern ging es auch darum, die Personen historisch einzuordnen und Einblicke in die Zeit zu geben, in der die Augustiner in Aachen wirkten.

Darauf berichtete der ehemalige Schulleiter Jürgen Bertram über die Geschichte der Aula aus einer persönlichen Perspektive. Er erzählte, wie die Aula im Laufe der Jahre genutzt, verändert und renoviert wurde und wie sie zu seiner aktiven Zeit als Schüler, Lehrer und Schulleiter aussah.
Die Geschichte der Gebäude rund um das ehemalige Kloster wurden von Rayhana vorgestellt. Dabei ging es unter anderem um die früheren Besitzungen der Augustiner und was heute aus Ihnen geworden ist.


Ein besonderes Highlight der Führung waren schließlich die historischen Drucke aus den alten Buchbeständen unserer Schule. Yara stellte dabei verschiedene besondere Werke vor, unter anderem ein Grammatikbuch und eine Sammlung philosophischer Werke.


Ganz besonders war aber die Inkunabel, eine Sammlung an Hymnen für den Gottesdienst, die es genau 62 mal auf der gesamten Welt gibt und das darin versteckte handschriftlich beschriebene Pergamentstück.



Zum Abschluss ging es noch einmal um die Spuren, die auch die Jesuiten bis heute auf dem Schulgelände hinterlassen haben. Marco Sievert stellte dazu Portalsteine des ehemaligen Jesuitengymnasiums vor, die sich heute auf dem Schulhof befinden.
So wurde die Geschichte des ehemaligen Augustinerklosters nicht nur durch Jahreszahlen und Fakten vermittelt, sondern durch persönliche Geschichten, Gebäude und Bücher zum Leben erweckt.
